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Was hat die Corona-Pandemie und der Klimawandel gemeinsam?

Was so klingt wie der Anfang eines schlechten Witzes, ist bittere Wahrheit. Die Corona-Pandemie hat viele Gemeinsamkeiten mit weiteren Krisen, die die Menschheit erleben muss. Genau wie bei dem beliebten Thema Klimawandel bedarf es auch beim Thema Covid-19 Achtung und Einsatz aller Beteiligten. Was haben die beiden Krisen also gemeinsam?

1. Sie betreffen alle

Wie bereits angedeutet sind sowohl die Corona-Pandemie als auch die Erderwärmung globale Krisen, die kaum jemanden nicht betreffen. Auf unserem Planeten wird es momentan kaum jemanden geben, der nicht zumindest durch diese Krisen eingeschränkt werden. Auch in der Politik kommt diese Gemeinsamkeit an, weswegen ein Waffenstillstand zur Bekämpfung der Pandemie ausgerufen wurde.

2. Geht nicht mehr einfach weg

Leider lassen sich die Probleme, die einmal aufgetaucht sind, nicht rückgängig machen. Uns ist bereits bewusst, dass sich die Klimaschäden irreversibel sind. Bei der Covid-19-Krise kann man sogar damit rechnen, dass ein Covid-19-Erreger künftig saisonal auftreten könnte, ähnlich wie bei der Grippe. Es besteht glücklicherweise auch die Möglichkeit, anders als bei der Erderwärmung, dass Menschen eine langfristige Immunität entwickeln. Vorraussichtlich bekommt man den Erreger, hoffentlich genauso wie die Klima-Krise, immer besser in den Griff. Bei beidem hängt es ganz davon ab, welche Maßnahmen wir jetzt ergreifen.

3. Zeitlich nicht isolierbar

Der Virologe Christian Drosten hat den Ausbruch der Pandemie als „Naturkatastrophe in Zeitlupe“ bezeichnet. Sie bricht über einen längeren Zeitraum in immer neuen Infektionswellen aus und nimmt so lawinenartig immer mehr Tempo auf. Mehr noch als die Corona-Pandemie ist auch der Klimawandel kein örtlich und zeitlich begrenztes Einzelereignis, sondern verursacht und verstärkt eine Vielzahl unterschiedlicher Phänomene weltweit. Auch dieser Prozess kann sich in kürzester Zeit rasant beschleunigen, wenn bestimmte Kipppunkte überschritten werden.

4. Die Gefahr ist unsichtbar

Das Medium, über das sich beide Krisen verbreiten, ist unsichtbar – die Luft. Im Falle der Corona-Pandemie handelt es sich um das Sars-CoV-2-Virus, das als winziges Aerosol kurz in der Luft bleibt, bevor es auf Oberflächen niedergeht. Der für den Klimawandel verantwortliche Treibhauseffekt ist auf das Wirken vieler Treibhausgas-Moleküle zurückzuführen, die Wärmeenergie auf unserem Planeten einsperren.

5. Zerreißproben für Gesellschaft und Wirtschaft

Die Folgen der Corona-Pandemie auf unsere Wirtschaft sind verheerend. Die Veranstaltungsbranche liegt still und viele Geschäfte mussten auf Grund der Verluste durch den Lockdown schließen. Warenproduktionen und Lieferketten wurden geschwächt und müssen entweder Arbeitsabläufe ändern oder vorerst auch schließen. Der Lockdown zieht allerdings auch die Gesellschaft in Mitleidenschaft. Kinder sind in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, was sie in der Entwicklung behindert. Die Abschottung zehrt an der Psyche und die Menschen sind durch die Sicherheitsmaßnahmen zunehmend frustriert. In Zeiten wie diesen sind Kooperation und Solidarität, die wir sehr brauchen, schwer zu erreichen.


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